Die Entscheidung ist gefallen:

Landesgartenschau kommt 2018 nach Würzburg.

Beim zweiten Versuch hat es nun endlich geklappt: Die Landesgartenschau 2018 kommt nach Würzburg. Die Stadt hatte sich bereits für die Schau im Jahr 2016 beworben und hatte dabei knapp gegen Bayreuth verloren. Um so mehr freute man sich im Februar 2010 über den Gewinn für Würzburg. Oberbürgermeister Georg Rosenthal bedankte sich in einem Rundschreiben bei allen, die zum großartigen Erfolg beigetragen haben: "Dies ist Verpflichtung und Ansporn zugleich".

Die Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschau begründete die Vergabeentscheidung damit, dass Würzburg ein äußerst eindrucksvolles und zukunftsweisendes Gesamtkonzept für die Entwicklung eines neuen Stadtteils im Bereich der ehemaligen Leighton-Kaserne vorgelegt hatte.

Nachdem Würzburg mit seiner Bewerbung für 2016 im vergangenen Jahr Bayreuth unterlegen war, hatte die Stadt das Bewerbungskonzept für eine Gartenschau auf dem ehemaligen Areal der US Armee nochmals überarbeitet. Anders als bei der ersten Bewerbung sind die Pläne für die Straßenbahnanbindung laut OB Rosenthal nun so gut wie unter Dach und Fach. Auch die Universität Würzburg hat ihre Erweiterungspläne auf ihrem Areal von 39 Hektar in Angriff genommen und damit begonnen, bestehende Gebäude für ihre Nutzung umzubauen. Die geplante Grünanlage soll zum Herzstück für den neuen Stadtteil Hubland werden, der durch den Abzug der US Armee im Januar 2009 aus den Leighton Barracks entstehen soll.

Am Samstag (6. Februar 2010) begutachtete die Geschäftsführerin der Fördergesellschaft Dagmar Voß zusammen mit elf weiteren Vertretern des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums und verschiedener gärtnerischer Berufsverbände das Areal "auf Augenhöhe mit der Festung Marienberg".

Reaktionen auf die Entscheidung

Große Freude im Rathaus

Banner für die Landesgartenschau 2018 am Rathaus. (Foto: Georg Wagenbrenner) Würzburg - Zeit für die Neuauflage: Das grüne Banner "Gemeinsam für die Landesgartenschau!" hing am Samstag noch am Tower auf dem Gelände der ehemaligen "Leighton Barracks" um die Vergabe-Kommission in Würzburg zu begrüßen. Aus dem "Hoffnungsträger" ist nun ein erstes Vorankündigungsplakat geworden. Mitarbeiter des Städtischen Gartenamts befestigten die zehn Meter lange Banderole am frühen Montagnachmittag am Grafeneckart, um allen Würzburgern deutlich zu signalisieren: Beim zweiten Anlauf hat es geklappt - nach 1990 richtet Würzburg erneut eine Landesgartenschau aus!

Im Rathaus verbreitete sich die Nachricht in Windeseile. Oberbürgermeister Georg Rosenthal bedankte sich in einem Rundschreiben bei allen, die zum großartigen Erfolg beigetragen haben: "Dies ist Verpflichtung und Ansporn zugleich".

Gemeinsam gelte es nun, diese Chance auf einen weiteren Entwicklungsschub für das Oberzentrum Würzburg und Unterfranken im Interesse der Menschen der Region zu nutzen. Auch Umweltreferent Wolfgang Kleiner reagierte überglücklich nach dem bis zuletzt spannenden Zweikampf mit der oberbayerischen Stadt Erding: "Uns fällt ein großer Stein vom Herzen. Wir haben im letzten Jahr unsere Hausaufgaben gemacht. Die LGS 2018 kann jetzt zum zentralen Motor für den neuen Stadtteil werden".